{"id":84,"date":"2010-07-12T12:36:43","date_gmt":"2010-07-12T10:36:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gs-schweigert.de\/wordpress\/?page_id=84"},"modified":"2025-02-11T21:09:56","modified_gmt":"2025-02-11T19:09:56","slug":"keramik","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.magister-montium.de\/?page_id=84","title":{"rendered":"Keramik  &#8211; kein leichtes Thema"},"content":{"rendered":"<p>Was soll die \u00dcberschrift, mag man sich denken, Keramik gibt es doch \u00fcberall zu kaufen. Das stimmt nat\u00fcrlich, wir haben selbst ein paar sch\u00f6ne St\u00fccke Haushalts- und Kunstkeramik im Schrank bzw. der Vitrine stehen.<\/p>\n<p>Aber hier geht es darum, Haushaltsutensilien aus Keramik zu besitzen, wie sie in der mitte des 12. Jahrhunderts gebr\u00e4uchlich waren, im Idealfall hier in der Gegend, das hei\u00dft: im Gro\u00dfraum Stuttgart.<\/p>\n<p>Da wir uns zu Anfang unserer Darstellung (oder besser: das, was wir zu dieser Zeit daf\u00fcr hielten) eher im 13. Jahrhundert zu Hause waren, war klar: <a href=\"http:\/\/www.ufg-db.uni-tuebingen.de\/sammlung-ma\/warenarten\/wa8.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Buocher Keramik<\/a> musste es sein. Die stammt aus der Gegend und passte zeitlich. Also kamen mehrere Becher, zwei Kr\u00fcge, ein Kugeltopf, eine gro\u00dfe Henkelkanne und ein Pfannengrapen in unseren Haushalt. Die Trinkgef\u00e4\u00dfe sind innen glasiert, die anderen nicht.<\/p>\n<p>Tempi passati, wir traten aus der Gruppe aus, gingen in unserer Darstellung um knapp 100 Jahre r\u00fcckw\u00e4rts &#8230; und jetzt passte die Keramik nicht mehr. Gut oder eher schlecht, ein Teil davon war ohnehin irgendwelchen Abst\u00fcrzen (Krug, Becher) oder unsachgem\u00e4\u00dfer Bedienung (Pfannengrape) zum Opfer gefallen.<br \/>\nEin Besuch im <a href=\"http:\/\/www.buoch.info\/?page_id=224\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Museum im Hirsch<\/a> brachte uns die Erkenntnis, dass es im 12. Jahrhundert schon Buocher Keramik gegeben habe. Ausgestellt sind dort Ofenkacheln, die man auch als Trinkbecher zweckentfremden k\u00f6nnte. Eher aus Gef\u00e4lligkeit kaufte ich zu dieser Zeit einem Bekannten zwei Becher und eine Schale im Pingsdorfer Stil ab, danach kam rheinische Keramik hinzu. Ganz bewu\u00dft kaufte ich uns dieses Jahr zwei exklusive Henkelbecher, die nur einen &#8222;halben Henkel&#8220; haben. Sind im rheinl\u00e4ndischen Stil, immerhin 12. Jahrhundert, aber ich wollte sie haben. Unser gedeckter Tisch sieht jetzt recht stimmig aus, aber eigentlich ist das immer noch nicht das, auf was ich raus will. Inzwischen wei\u00df ich auch, dass es auch eine f<a href=\"http:\/\/archiv.ub.uni-heidelberg.de\/artdok\/volltexte\/2009\/727\/pdf\/Gross_Rotbemalte_Buocher_Feinware_2007.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">r\u00fchere Form der Buocher Keramik<\/a> gab, dass es auf der schw\u00e4bischen Alb unterschiedliche Keramiktypen, die so genannte <a href=\"http:\/\/www.ufg-db.uni-tuebingen.de\/sammlung-ma\/warenarten\/wa1.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Albware<\/a> gab.<\/p>\n<p>Inzwischen (Stand 2021) haben wir einiges der &#8222;zu neuen&#8220; Buocher Keramik aussortiert. Hinzugekommen sind zwei Trinkbecher, die optisch eher diesem \u00e4lteren Typus entsprechen. Hinzu gekommen sind auch zwei Kannen, jeweils eine Replik der <a href=\"https:\/\/www.heimatmuseum-holzgerlingen.de\/toepferei.html\">Holzgerlinger Kanne<\/a> und der Egginger Kanne.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was soll die \u00dcberschrift, mag man sich denken, Keramik gibt es doch \u00fcberall zu kaufen. Das stimmt nat\u00fcrlich, wir haben selbst ein paar sch\u00f6ne St\u00fccke Haushalts- und Kunstkeramik im Schrank bzw. der Vitrine stehen. Aber hier geht es darum, Haushaltsutensilien aus Keramik zu besitzen, wie sie in der mitte des 12. 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