{"id":1283,"date":"2025-02-11T21:04:45","date_gmt":"2025-02-11T19:04:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.magister-montium.de\/?page_id=1283"},"modified":"2025-02-11T21:28:11","modified_gmt":"2025-02-11T19:28:11","slug":"bergleute-und-ihre-vorgesetzten","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.magister-montium.de\/?page_id=1283","title":{"rendered":"Bergleute und ihre Vorgesetzten"},"content":{"rendered":"<p>Im fr\u00fchen MA waren die Gruben- und Salinenarbeiter noch in die hofrechtliche Sozialordnung eingebunden.<\/p>\n<p>Der Aufschwung des Bergbaus im 12. Jh. stand gro\u00dfenteils mit der Gr\u00fcndung von Bergst\u00e4dten in Zusammenhang und verschaffte dem Bergmann die gleiche Freiheit wie dem B\u00fcrger.<\/p>\n<p>In der st\u00e4nd. Gesellschaftsordnung des MA bildeten die Bergleute einen zahlenm\u00e4\u00dfig beachtlichen, wertm\u00e4\u00dfig besonders wichtigen Stand eigener Pr\u00e4gung. Innerhalb der Agrargesellschaft stellten sie eine herausgehobene, in sich abgeschlossene Gruppe dar.<\/p>\n<p>Der Bergmann ging anfangs als Eigenlehner, d.h. als selbst\u00e4ndig t\u00e4tiger Produzent, an die Arbeit. Die Erfordernisse der Grubenarbeit f\u00fchrten aber bald zu einem genossenschaftl. Zusammenschlu\u00df der Gewerken, die als solche schon 1185 in Trient auftreten.<\/p>\n<p>Zu einem Bergwerk geh\u00f6rten die vor Ort arbeitenden Hauer (montani), die Zimmerleute (unter\/\u00fcber Tage), die Haspler (unter\/\u00fcber Tage) und die ungelernten Hilfsarbeiter. Mit der Vergr\u00f6\u00dferung der Gruben wurden Hutleute zur Aufsicht eingesetzt, denen die Steiger und die Schichtmeister \u00fcbergeordnet waren. Markscheider besorgten die Vermessung unter Tage. F\u00fcr die Weiterverarbeitung waren die H\u00fcttenleute (silvani) zust\u00e4ndig.<\/p>\n<p>(1) Beamte des Regalherrn, die Bergmeister (Magister montium), f\u00fchrten die unmittelbare Aufsicht \u00fcber den Grubenbetrieb und wahrten die regalherrlichen Rechte.<\/p>\n<p>(2) Bergmeister = oberster landesf\u00fcrstlicher Bergbeamter; Vorsitzender eines Bergamtes. Er z\u00e4hlte zu den praktisch t\u00e4tigen Bergm\u00e4nnern (verlieh und kontrollierte die Fundgruben), besa\u00df aber einen hohen Rang und nicht unerheblichen Einflu\u00df, da er zu rechtskr\u00e4ftigen Anordnungen befugt war und bei der Berufung der Revierbeamten mitwirkte.<\/p>\n<p>(3) Bergmeister leitet eine Bergbaugemeinde mitsamt der Grube(n) -&gt; Sachsen<\/p>\n<p>(4) Bergvogt. Er stammte \u00fcblicherweise aus dem niederen Adel und wurde direkt vom Lehnsherrn eingesetzt.<\/p>\n<p>[<em>Bzgl. Bergmeister und Bergvogt widersprechen sich meine Quellen. Vielleicht gab es hier Unterschiede in den einzelnen Bergbaugebieten. M\u00f6glicherweise hing es auch von der Gr\u00f6\u00dfe und\/oder Anzahl der Gruben ab, die sich im Besitz eines Lehnsherrn befanden?<\/em>]<\/p>\n<p>Berggericht: Bergmeister, Bergvogt (wenn vorhanden), Bergsch\u00f6ffe(n) &#8211; wer noch? Der Lehnsherr bzw. dessen Vertreter?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im fr\u00fchen MA waren die Gruben- und Salinenarbeiter noch in die hofrechtliche Sozialordnung eingebunden. Der Aufschwung des Bergbaus im 12. Jh. stand gro\u00dfenteils mit der Gr\u00fcndung von Bergst\u00e4dten in Zusammenhang und verschaffte dem Bergmann die gleiche Freiheit wie dem B\u00fcrger. In der st\u00e4nd. 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